NEXT STOP - MACHU PICCHU -

Donnerstag, 11.06.2015

Es ist fünf Uhr morgens als der Wecker klingelt.
- WOW - Heute gehts tatsächlich zu eines der Weltwunder, dem Machu Picchu!
Nach sechstündiger Busfahrt durch Urubamba, Ollantaytambo und dem tropisch grünen Bergregenwald,
vorbei an vielen kleinen Dörfern und den schnee bedeckten Bergriesen.

Angekommen in Hydro Elektrika gehts ab zur drei stündigen Wanderung.

Am Wasser entlang, über Brücken, durch Tunnel - erreichen wir im Dunklen endlich den Ort, Aguas Calientes.
Dieser leuchtet bereits von weitem. Er besteht aus Restaurants, Hotels und Märkten.

Am nächsten Tag, es ist vier Uhr morgens als wir beim Frühstück sitzen. Man oh man, was für eine unchristliche
Zeit. Danach ab zum Machu Picchu!!
Es ist halb sieben, als die Sonne über den Mapi blitzt und alle Wolken vertreibt. Eine verwunschene Stadt,
zwischen mächtigen, dicht bewachsenen Bergen kommt zum Vorschein. Nun strahlt sie in ihrem majestätischen Glanz.

Nach einer zweistündigen Tour und zwei Stunden "Freizeit" erwartet uns wieder der dreistündige "Heimweg".
Pudding Beine - Wunderschöne Landschaft - Zitterne Muskeln - Singende Vögel - Müder Körper - Eine Menge Spaß!!

 

 

 

 

DIE WAHRE GESCHICHTE ÜBER DEN MACHU PICCHU

"Die Steine halten nicht ewig"

Die wichtigsten Wege sind mittlerweile mit Gummimatten ausgelegt, sie sollen die Schritte der Besucher abfedern.

Die Inka kannten keinen Zement, sie befestigten die Mauern mit einem Gemisch aus Erde, Sand und Haaren.
Die täglichen Schritte der Menschenmassen erschüttern die Gemäuer und verursachen so feine Risse.
Diese werden vom Regen noch verschlimmert.
Die Steine sind in Bewegung geraten, einige der Mauern sacken jetzt bereits ab.


Auch Wanderstöcke sind hier eigentlich verboten. Dennoch kraxeln viele Besucher mit Aluminiumstangen durch die Ruinen,
als seien sie auf einem Nordic-Walking-Parcours.


Etwa 8000 Einwohner leben hier, dazu kommen - je nach Jahreszeit - bis zu 4000 Touristen täglich.
Zwar dürfen offiziell nicht mehr als 2500 Menschen am Tag die Ruinen besuchen,
die Eintrittskarten müssen eigentlich vorher reserviert werden.
Doch es gibt viele Tricks, wie sich diese Regelung umgehen lässt - einfach nur traurig!

 

 

Ich betrete diese wunderbare Stätte eines der Weltwunder!

Voller Ehrfurcht und Respekt staune ich nicht schlecht, als sich zwischen den ganzen Wolken und dem Nebel
die Sonne blicken lässt und diesen mystischen Ort erst so richtig erstrahlen lässt.

Ich kann nicht aufhören zu grinsen und zu lächeln, ist es doch immer noch mein Traum, mein Traum dem ich gerade
im Wachzustand begegne.

So sitze ich inmitten diese schweigenden Berges und bewundere den Sonnenaufgang.

Doch sobald der Mapi im Glanz der Sonne strahlt, bemerkt man die unfassbaren Menschenmassen die dieses Erbe teilweise mit Füssen treten.
So wird sich einfach auf die Mauern der so hart erbauten Stätte gesetzt. Über Absperrungen geklettert um zu rauchen..

Ich verfalle in eine Schockstarre, als mir der ganze Zirkus bewusst wird.
Als uns der Guide in diesem Moment erzählt, dass die Massen der Touristen den Machu Picchu Tag täglich absinken lassen,
schissen mir die Tränen in die Augen. Bin ich doch eine der Touris die mit Schuld trägt, dass es den "Alten Gipfel" (Quechua für Machu Picchu) bald
nicht mehr geben wird.
Ja ihr habt richtig gelesen, es wird nur noch wenige Jahre dauern, dann ist das schönste und das bedeutenste Erbe
der prächtigen und unglaublich klugen Inkas entgültig zerstört.

Trotz der ganzen Umweltkatastrophen und der globalen Erwärmung die der Mapi stand hält, sind es am Ende die Menschen
die ihn zerstören.
Die Menschheit die sich selbst zu Grunde legt, die sich selbst zerreisst, die all das was unsere Vorfahren erschaffen haben
zerstört.
Der ganze Mist mit dem Öl, den Abgasen und dem Plastik..

..das ist der Grund warum ich dann doch eine dieser dummen Touristen bin...
...weil die Welt die wir bis jetzt kannten, so nicht länger existieren wird!