MEINE LETZTEN TAGE IN PERU

Montag, 28.03.2016

Meine letzten Tage in Peru, hier in Cusco sind angebrochen.

Nachdem Ostern ist, Semana Santa, ist das Los Molinos vier Tage zu.
Also hatte ich bereits Mittwoch meinen letzten Tag im Projekt.

Wir haben die Woche die Wand im Zwischenraum gestrichen und am nächsten Tag zusammen mit den Kiddies und vielen Handabdrücken neu gestaltet. Es hat riesigen Spaß gemacht!!

Am letzten Tag gab es dann eine kleine Fiesta mit Galletas (Keksen) und Limonada (Limonade). Der Abschied fiel nicht leicht, das war mir von Anfang an bewusst. Wer ein Jahr die Bezugsperson der Kleinen ist, den lässt man nicht gehen. Die Kinder klammerten sich an mich und gerade für die, die mich schon das ganze Jahr begleiten oder zumindest viele Monate davon, waren sehr traurig.

Als Geschenk gabs viele Küsschen und ein Plakat, unterschrieben von vielen Kindern, total bunt angemalt, dieses bekommt auf jedenfall einen Ehrenplatz in meiner neuen Wohnung.

Natürlich habe ich nochmal viele meiner Lieblingsplätze aufgesucht, Cucharitas, mit seinem wunderbaren Eis. Limbus, San Blas Markt und natürlich auch Asunta, den Laden in dem ich all meine Sachen eingekauft habe.

Überall wurden viele Tränen vergossen. Besonders viele bei meiner Peruanischen Familie in Chinchero.

Zu meiner Freude gab es ganz viel Fisch zum essen, es ist schließlich Karfreitag.

Fischsuppe mit Macha (Muscheln) nennt sicht dann Kaukau. Danach Trucha (eine Art Forelle).

Ich immer fleissig die Beilagen gegessen, also Fisch war noch nie mein Ding...

Die San Blas Schule veranstaltete auch eine kleine Osterfeier. Mit den typischen 12 Platos, 12 Gänge also. 6 Salzige und 6 Süsse sind tradition hier in Peru.

Am Dienstag also, meinem letzten Tag, den habe ich selbstverständlich noch mit Pedro verbracht. Morgens schön ausschlafen und schickes Frühstück. Dann sind wir noch im Kinderheim vorbei um einige Sachspenden abzugeben. Wir waren nochmal Lomo Saltado essen und Aji de Gallina, mein Lieblingsgericht!

Zurück zuhause hatte ich noch Zeit einen Schokoladenkuchen für Rosa zu backen. Rosa ist die Mama des Hauses sozusagen. Bestellt für uns immer das Gas, Wäscht unsere Wäsche und näht diese auch, alle möglichen Dinge zum Einkaufen hat sie auch und auch so hat sie immer ein offenes Ohr für einen.

Danach ging es ans Koffer packen... und Zimmer leer bekommen. In einem Jahr staut sich so einiges an. Ja alle Souveniers waren eingepackt, der Koffer ging wunderbar zu. Einige Lieblingsstücke an Klamotten noch schnell ins Handgepäck gestopft. Der komplette Rest kam in die Spendenbox. So einfach ist das.

Bin ich bereit für meine Heimreise?

Jein, mit einem lachenden und einem weinenden Auge ...