Berichte von 10/2015

NEXT STOP - SALAR UYUNI -

Dienstag, 20.10.2015

  Soooooo

Heute geht also für mich drei Tage in die Weiten des Outbacks von Salar Uyuni.

Angekommen mit dem Nachtbus der mich von La Paz in 12 Stunden nach Uyuni gebracht hat, geht es erst einmal zum Frühstücken. Schließlich habe ich 2 1/2 Stunden Zeit bis meine Tour beginnt.

Erster Stopp: Friedhof der Züge! Amazing!


Nach mehreren Fotos geht es schon weiter bis wir in der Salzwüste angekommen sind.

Hügel aus Salz, weiße Fernen..

ATEMBERAUBEND

Inmitten der weißen Wüste: Lunch und jede Menge Fotos!!

 

Next Stop: Fisch-Insel.. bzw. wie ich sie nenne "Kakteen-Insel"

Riesige Kakteen mit einer Größe von bis zu 12 m, richtig krass.

 

Der nächste Tag..

Heiße Dusche, Frühstück und weiter geht es in die wunderbarsten Landschaften. Noch nie habe ich solch faszinierende Landscapes gesehen, wie hier in Bolivien!

Wir fahren mit dem Jeep.. Vicunas und Llamas begegnen uns stets auf unserem Weg.

Lagunen… Blau.. Grün.. Rot…

Mal haben wir das Gefühl wir wären am Strand… überall Sand.. mal sind wir auf dem Mond… dann wieder auf dem Mars…

Inmitten des Outbacks sind dann wieder Parks mit vielen Steinen. Der eine sieht aus wie ein Baum. Der andere wie aus „König der Löwen“.

Einfach atemberaubend, die ganze Natur.. die Tiere. Man kann das alles gar nicht in Worte fassen oder beschreiben… es sind extrem geile Bilder die sich tief in das Bewusstsein und in die Erinnerung prägen.

Ich kann nur eines sagen: Reisen ist geil!! & Ich liebe es!!

Die Nächte haben wir in einfachen Unterkünften verbracht. Mal in einem Salzhotel.. das wirklich aus Salz bestand.. Wir haben den „Lecktest“ gemacht! Mal in einer anderen Unterkunft, in der ich leider kein Auge zugemacht habe…. Es war einfach viiiel zu kalt!

Am nächsten, leider schon unser letzter Tag.

Wenn die Erde Rauchsäulen spuckt…

…WAHNSINN wie aufregend die Erde doch ist!

 

NEXT STOP - LA PAZ -

Sonntag, 18.10.2015

... Weiter führt unser Weg zum See.

Unser Kleinbus wird verladen. Wir nehmen ein anderes kleines Boot um den See zu überqueren.

Ja allein der Weg nach La Paz ist ein kleines Abenteuer für sich.

 

Alleine in La Paz unterwegs..

..gib mir eine Stadtkarte und ich finde mich prima zurecht ohne Probleme :p

Als erstes tiger ich zum Museum MamiMami. Hier stellt der berühmte Aymara-Indigena Mamamimamami seine Kunst aus. Wunderschöne Bilder, so farbenfroh... Es spiegeln sich sowohl sein Glaube, der Glaube des Volkes als auch andigene Elemente wieder.

Eines hat mich besonders geprägt: Mann und Frau nackt, sich küssend, sehr intim, doch im Intimbereich scheint ein großer bunter Regenbogen auf.

Ich denke, dass dieses Bild so viele Gefühle ausstrahlt, mit all seinen Intimitäten.

 

Weiter gehts für mich zum Hexenmarkt "Mercado de las brujas".

In diesem bekannten Markt gibt es alles was das "Hexenherz" begehrt. Kräuter, Amulette, jegliche Form von Glücksbringern, selbst getrocknete Lamaembryos (sollen ebenfalls Glück bringen).

Ich staune.. und kaufe fleißig Talismane ein.

 

Dann... Cable Car "Teleférico"

Rote Linie... Gelbe Linie... Grüne Linie...

Ich genieße den einzigartigen Anblick auf die gesamte Stadt... im Hellen.. im Dunklen.. mit all seinen Facetten zeigt sich die Stadt von oben.. Man sieht das armen Viertel.. die abgeriegelten Villen der Reichen.. und am Ende das gesamte Panorama der Glitzerberge.

 

 

Morgen gehts nach Uyuni!!! Wuhaaa das I-Tüpfelchen meiner Reise!!

 

NEXT STOP - TITICACASEE BOLIVIEN -

Mittwoch, 14.10.2015

Copacabana – Isla del Sol – Isla de la Luna – Sahuina

 

„Am Titicacasee liegt das wahre Copacabana“

Von Puno geht’s ab nach Copacabana, zur bolivianischen Seite des Titicacasees.

Dort angekommen gibt’s erst einmal Lunch und weiter führt mich mein Weg zur Isla del Sol „Sonneninsel“.

Sowohl die Süd, als auch die Nordseite hat seinen eigenen Scharm. Tempel, Ruinen, Strände, jede Menge Esel, freundliche Menschen und vieles mehr.

Eine Legende besagt, dass sich von hier aus die Inka Ureltern Manco Capac und Mama Ocllo auf den Weg nach Norden gemacht haben, um Cusco zu gründen.

Wunderschönes Ambiente und tolle Wanderung. Wirklich atemberaubend ist der Sonnenuntergang über den tiefblauen weiten See.

Am nächsten Tag nach einem ausgiebigen Frühstück mach ich mich auf zur Wanderung „Horca del Inka“. Eigentlich kostet es 10 Bs Eintritt. Doch weder am Eingang treffe ich einen Menschen noch während meiner gesamten drei stündigen Wanderung. Weit und breit keine Menschenseele. Nur die Natur und Ich.

Viele Stufen, tolle Landschaft und einen großartigen Ausblick.

Danach geht’s zur „Basilika“ der Kirche hier im Ort von Copacabana. Die „Dunkle Jungfrau“ bzw. „Virgen Morena, auch Virgen de Copacabana“ aus Holz geschnitzt mit einer Krone aus purem Gold, schmückt diese im maurischen Stil erbaute Kirche.

Die Marienfigur wird als Schutzheilige des Titicacasees verehrt (zahlreiche Wunder und Heilungen werden ihr zugeschrieben). Sodass jedes Wochenende ganze Familien aus Bolivien und Peru kommen um ihre Autos segnen zu lassen.

Zur Isla de la Luna „Mondinsel“ geht’s direkt am nächsten Tag. Eine sehr wellenreiche Reise mit dem Boot, nichts für schwache Mägen!

Wieder einzigartige Inka Baustätten „Jungfrauentempel“ und faszinierende unberührte Landschaft.

Auch eine sehr schöne und emotionale Wanderung: „Cerro Calvario“ Es ist der 3.966 m hohe Hausberg von Copacabana von dem man natürlich wieder einmal eine faszinierende Aussicht auf die Stadt, Strand und auf den See hat.

Dieser Weg ist besonders unter Pilgern beliebt, denn er führt an 14 Kreuzen/Stationen vorbei, die den Leidensweg Jesu bis zur Kreuzigung zeigen. Hier wird gebetet, geweint, inne gehalten.

Auf dem zweiten, etwas kleineren Berg werden regelmäßig Zeremonien abgehalten.

Ein weiteres Highlight: Sahuina.

Dieses kleine fast unentdeckte Fischerdorf am Titicacasee mit seinen herzlichen Einwohnern direkt am Titicacasee ist wirklich wunderhübsch. Mit einem kleinen Boot fahren wir durch Schilf und uns wird sehr viel zum Leben, Fischen, zu den Tieren, zu allmöglichen natürlichen Kräutern uvm. erklärt. Wirklich ein Erlebnis und viele Erinnerungen wurden gesammelt.

WOW wie die Zeit verennt. Mein Bus nach La Paz wartet schon auf mich. Die gut gelaunten Guides von „Bolivia Hop“ empfangen einen freundlich. Es ist echt wahnsinnig schön endlich wieder Leute zu treffen die ihren „Dienstleistungsjob“ lieben und diesen mit voller Seele ausüben. (Bolivia Hop: Seeehr empfehlenswert!!)

Die ganze Pracht der schönen Landschaft kann man auf dem Weg nach La Paz nochmal in vollen Zügen genießen. Zusammen mit der untergehenden Sonne echt ein magischer Anblick…

NEXT STOP - TITICACASEE PERU -

Samstag, 10.10.2015

Puno – Uros – Amantani – Taquile

 

Immer wieder erschreckend, wie schnell die Zeit hier vergeht.

6 Monate bin ich schon hier, nun heißt es ab nach Bolivien, denn mein Visum läuft ab.

 

Rucksack packen, für eine zwei wöchige Reise. Am Titicacasee entlang, nach La Paz, bis zur Salar Uyuni runter. Zurück nach La Paz, am Titicacasee entlang, zurück nach Cusco.

 

Erster Stop: Puno. Eine kleine hässliche Stadt mit wenig Scharm – Meine Meinung. Die „Folklorehauptstadt“ Perus liegt auf 3855 m.

Von hier aus gelangt man zu den „Uros“ den schwimmenden Inseln aus Schilf, auf denen die Nachfahren der von den Inka nicht bezwingbaren Uros leben.

Auf den rund 40 "Isla flotantes" wohnen heute noch jeweils 30-50 Uronachfahren.

Für eine Insel bauen sie bis zu 15 Jahre, warum die Menschen freiwillig so leben, weiß ich allerdings nicht. Bis zu 5 Menschen wohnen und schlafen in einer Hütte, also in einem Bett.

Damit die Tradition des Schilfinselbauens nicht verloren geht und diese erhalten bleibt, richtete man auf Totani Pata und dem WuacaWuacani Inselkomplex Schulen ein, in denen diese Kunst weiter gegeben wird.

Ohne die Bespassung der Touristen könnten die Menschen weder überleben, noch könnten die Kinder zur Schule gehen. Also heisst es nach ein paar Fotos, Geschichten, einer kleinen Bootstour und 30 Sol weniger ab nach Amantani.

 

Dritter Stop: Amantani. Die Insel mit knapp 4000 Einwohner verteilt sich in rund 10 Kolonien, diese leben ebenfalls vom Tourismus.

Familien nehmen Touris auf und bekochen sie mit mega leckerem Essen, dass über dem offenen Feuer gekocht wird.

Hoch auf die Spitze des Vulkans. Im Krater befindet sich ein Tempel, dreimal gegen den Uhrzeigersinn laufen und für jeden Wunsch ein Stein werfen. Danach beginnt der atemberaubende Sonnenuntergang über der Insel. Dieser Anblick ist einfach magisch und unbedingt empfehlenswert.

 

Weiter führt mich mein Weg zur Nachbarsinsel Taquile. Taquile ist klein (1 km breit und 7 km lang) und mit rund 3000 Einwohnern bewohnt.

Der lange steinige Weg führt durch schöne Landschaften rund um die Insel. Der Weg endet an der Plaza de Armas. Von dort aus kann man die wunderschöne Aussicht genießen, Museen besuchen und Menschen bestaunen.
Uns wird die traditionelle Tracht erklärt: Weißes Tuch um den Bauch – Single. Rotes – Verheiratet. Offene Rot/Weiße Mütze – Single. Gefaltet – Vergeben. Blau/Rote Mütze verheiratet (Männer).

Schwarzes Tuch mit großen bunten Bommeln – Single (Frauen).

Schon geht es 3 Std. mit dem Bötchen zurück nach Puno.

 

NEXT STOP - AREQUIPA Y CANON DEL COLCA -

Mittwoch, 07.10.2015

 

Wuhu endlich heißt es auch für mich wieder „Rucksack packen“.

10 Stunden geht es mit dem Bus nach Arequipa „Ciudad Blanca“ – in die weiße Stadt.

Diese sehr lebhafte mit Tauben gefüllte Stadt breitet sich vor einem wunderschönen Panorama aus Vulkankegeln aus. Man sieht sowohl den Misti (5825m) als auch den stets schneebedeckten Chachani (6075m). Seit 2000 ist das Zentrums Arequipas Unesco Weltkulturerbstätte. Die meisten Gebäude sind aus Vulkanstein gebaut, deshalb auch der Name „weiße Stadt“.

 

Angekommen erst einmal Frühstücken und dann geht’s ab zur Free Walking Tour „Free Tour Downtown Arequipa“ sehr empfehlenswert. Eine Reise durch die faszinierende Geschichte, einzigartigen Gebäuden und hübsche kleine verwinkelte Gassen.

 

Am Ende erfährt man noch einmal sehr viel über die typischen peruanischen Tiere und alles rund um die Herstellung der berühmten Alpaka Klamotten.

 

 

Mit einem leckeren Pisco Maracuya bewaffnet sitzen wir auf der Dachterrasse eines Restaurants und sehen den funkelnden Sonnenuntergang über dem Plaza de Armas.

 

Zurück im Hostel.. Joghurtmaske, Hängematte, Feuerwerk bestaunen. Das Leben ist einfach nur geil!

 

 

 El Colca te espera

GÄÄÄHN es ist gerade einmal zwei Uhr morgens als der Wecker klingelt. Viel geschlafen habe ich leider nicht. Meine Lunge schmerzte die ganze Nacht und ich hatte Fieberschübe, dabei dachte ich es würde mir endlich besser gehen. Naja.. Nur die Harten kommen in den Garten.

Schließlich wartet eine gewaltige Schlucht auf uns.

Ca. drei Stunden nordwestlich von Arequipa befindet sich der Colca Canyon der zu den großen landwirtschaftlichen Erlebnissen hier in Peru gehört.

Von Aussichtspunkten (Mirador de los Volcanes), fantastischen Blicken bis hin zu heißen Quellen, Kondoren (Cruz del Condor) und leckerem Essen, lachenden Kindern, traditionell gekleidete Frauen, vielen bunten Verkaufsständen und jede Menge andere Tiere, wunderschöne Kirchen und Gebäuden, gibt es hier wohl einiges das man erleben kann.

 

 

Einfach nur WOW, mal wieder muss ich bestaunen was für zahlreiche faszinierende Facetten dieses Land zu bieten hat. Dann geht es schon wieder zurück nach Arequipa und kurze Zeit später sitzen wir schon wieder im Bus zurück nach Cusco.

 

HOSPITAL

Dienstag, 06.10.2015

Seit nunmehr zwei Wochen fühle ich mich schlecht und gerade die letzte Woche als ob ich überfahren worden wäre.

Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Magenkrämpfe, Durchfall, Bauchschmerzen ja selbst Gliederschmerzen.

Man oh man… das klingt alles echt nicht gut.. Seit zwei Tagen kann ich gar nicht mehr das Apartment verlassen. Bekomme Schwindelanfälle, bleibe lieber auf der Couch.

Die deutsche Ärztin hier in Cusco ist echt super lieb, einfach mal schnell über WhatsApp angeschrieben, schon kann man am nächsten Tag direkt um 9 Uhr zu ihr vorbei schauen, in der Clinica Pardo. Eine private Klinik hier in der Stadt.

Die Untersuchung läuft schon nicht gut… Fieber… Hoher Blutdruck. Erst einmal Blutwerte messen und die Stuhlprobe auswerten.

Schon eine Stunde später bekomme ich dann meine Ergebnisse…

…Vernichtend…

-Es ist Typhus-

(Typhus ist eine Infektionskrankheit, die unbehandelt gefährlich verlaufen kann. Auslöser ist eine bestimmte Bakterienart, nämlich Salmonellen.

Man unterscheidet Bauchtyphus  (Typhus abdominalis) und die typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.

Durch die schlechten hygienischen Verhältnisse hier in Peru kommt es leider öfters vor, dass sich vorallem Touris damit anstecken. Wichtig ist also: Niemals Leitungswasser drinken, Gemüse und Obst nie mit Leitungswasser waschen, Besteck und Geschirr mit heißem Wasser abwaschen und und und)

Vom Wert her habe ich 320.. von 320.. und werde direkt stationär aufgenommen.

Allerdings trotz all dem.. Es ist wunderschön hier!

Super Internet, sogar noch besseres als zu Hause… Essen… und diese Aussicht! Diese bombastische Aussicht aus meinem Zimmer im 10. Stock. Gerade in der Nacht wenn der gesamte Berghang von den Häusern leuchtet. Ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe die Glitzerberge von Cusco!

Abends ist hier auf dem Vorplatz immer eine Menge los. Denn viele Gruppierungen üben ihre traditionellen Tänze. Am zweiten Abend fühle ich mich durch die ganzen Medikamente und der Kochsalzlösung schon viel besser, sodass ich mich kurz abstöpseln lasse und mir für einen kurzen Moment die Tänze von Nahem ansehen kann.

Nach der dritten Nacht heißt es für mich schon Abschied nehmen.. Haha ich werde das Krankenhaus natürlich NICHT vermissen ;) Schnell duschen, Sachen packen und ab nach Hause! Und nach dem Wochenende endlich wieder zu meinen Kiddies ins Los Molinos.

Die armen Kleinen haben jeden Tag nach mir gefragt und mir viele schöne „Gute Besserung“ Karten und Bilder gemalt.

Und wie heißt es noch gleich?

ZUHAUSE IST ES DOCH AM SCHÖNSTEN