Berichte von 09/2015

RÜCKBLICK

Donnerstag, 17.09.2015

 

Wow.. Heute ist bereits mein 5 Monat - 153 Tage Peru.

República del Perú –Piruw Republika.

Wie soll ich nur all meine Erlebnisse, Erfahrungen und all die Momente in Worte fassen?

 

Faszinierende Ruinen aus den Zeiten alter Hochkulturen

Schneebedeckte Gipfel und zahllose Gletscher

Saftig grüne Anden

Atemberaubende Wüstenbilder

Tropischer Urwald

Unberührte Trekkingpfade

Abwechslungsreiche und vielfältige Flora und Fauna

Bunte Bilderteppiche

Indigene Bevölkerung         

Lachende Kinder

Runa Simi, Quechua (Sprache des Volkes)

Hunger – Armut – Kein fließend Wasser – Kein Strom – Kaum Schulbildung – Kinderarbeit

Strassenhunde – Müll – grossartige Menschen – wunderbare Momente – wundervolle Lieblingsplätze

Ja du geliebtes Peru, du geliebtes Cusco, du strahlst echt eine Besonderheit aus die alle in den Bann zieht.

   

Heute vor 5 Monaten hat alles angefangen… „Reisen veredelt den Geist und räumt mit all unseren Vorurteilen auf“ – Oscar Wilde - … Die lange Reise ins Land des Glücks und ich war mitten drin zwischen Fernweh und Heimweh. Nach einer 26 – Stündigen Reise – die Kräfte, Energie und Nervenraubend ist, allerdings auch aufregend und spannend.

Schon damals in meinem ersten Blogeintrag habe ich bereits gesagt, dass das traurigste das kommen wird, neben all den Höhen und Tiefen, die Heimreise sein wird. Und ja ich schiebe schon jetzt Panik und Heulattacken, da der Tag noch näher gerückt ist.

Es gab sie, all die Höhen und Tiefen, die Momente voller Heimweh, die Augenblicke voller Schmerz und Enttäuschung. Die schönsten und atemberaubenden Erlebnisse:

Meine erste Nacht im „Mama Afrika“, mit einer Rum Cola in der Hand meinem Lieblingslied zu hören, während alle um mich herum Salsa tanzen und ihr Leben genießen. „Vivir mi Vida“!

Mein alltäglicher Einkauf auf dem „Vino Chanchon“ Markt. Diese Vielfalt an Obst und Gemüse und natürlich der zerknautschte Schwarze Hund der hier jeden Tag am Eingang liegt.

Die Enttäuschung über den Sprachunterricht, die langsamen Fortschritte die mich schier zur Verzweiflung brachten.

Das Erste Wochenende voller Alkohol, Marihuana und Clubs. Schon einmal einen Mix aus Salsa und Elektro getanzt? Und bereits da habe ich diesen einen besonderen Menschen kennengelernt, der noch immer mein Leben hier bereichert ;)

 

„Alle Lebewesen außer den Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen“.

 

18- Stündige Busfahrt, welch ein Abenteuer und welch eine Erfahrung. Doch auf den ca. 100 m großen Sanddünen zu sitzen, den Sonnenuntergang über diese riesige weite der Wüste zu sehen während der heiße Wind über den Kopf fegt und in der gesamten Weite den Sand aufwirbelt, unbezahlbar!

- Die Reise zu mir selbst hat begonnen -

Die erste Krankheit :D Man oh man… da kam echt alles zusammen! Erkältung vom allerfeinsten, Durchfall, Erbrechen und und und. Doch wie war das? Im Ausland wird jeder einmal krank?

Meine erste Woche im Projekt „Club C.O.R.A.S.O.N.“ um Ideen und Meinungen zu sammeln die ich später ins Los Molinos einbringen kann. So süß die Kleinen, die wollten uns gar nicht gehen lassen, immer wieder Umarmungen „Otra Vez“ Nocheinmal!

Natürlich mein Ruinen Wochenende! Pisac – Urubamba – Ollantaytambo – Maras – Moray – Chinchero. Die 4 Stündige Wanderung durch die schönsten Landschaften, das Feuerwerk, die Ruinen. Ich liebe das alles hier! Die Menschen, das Essen, die Farben, die Klänge, die Natur – einfach alles.

Uhh Manuuuu Paaaark. Die Tiere, die Stille, die Gerüche, die grüne Weite.

CORPUS CHRISTI – Fronleichnam, ein riesiges Spektakel so farbenfroh so emotional.

Die lange Wanderung auf den wohl berühmtesten Berg. Die Sonne blitzte über den Machu Picchu und vertrieb alle Wolken, die verwunschene Stadt zwischen den mächtigen, dicht bewachsenen Bergen.

 

INTI RAYMI – Sonnenfest, ein noch größeres Spektakel als Corpus Christi. Einfach nur WOW, was die ganzen Schauspieler da vorführen ist echt … raubt einen den Atem und all die Wörter!

Der Besuch der verschiedenen Projekte die „Praktikawelten“ hier zu bieten hat.      

Wildlife Projekt – Humanmedizin – Unterrichten – Sozialarbeit mit Kindern – Psychologie

Selbstverständlich darf mein erster Unfall nicht fehlen! Eines Sonntags, wir waren mal wieder auf dem wunderschönen Markt in Chinchero, da hat es mich bei unserer Wanderung doch glatt von einem Berg geschmissen und ich hab mir mein Bein ausgerenkt.

Mein erster Kochkurs, Panflötenunterricht, Salsakurs, mein erstes Erdbeben, Quechua Unterricht, der Genuss der Glitzerberge und der Freiheit.

Cai Cay oh Cai Cay, eines der schönsten Orte an denen ich hier war. So traditionell, so herzlich, so herrlich unberührt.

Quillabamba, die Stadt der Tuk Tuks und Wasserfälle.

Día de la Independencia – Unabhängigkeitstag. Meine Reise an meine Grenzen. Meine Reise zu mir selbst habe ich fortgeführt auf den langen und steilen Weg hoch auf die Spitze des „Picols“.

Mein erster Besuch bei der Polizei. Diebstahl meines Handys. Ou black day!

Peruanischer Kinobesuch. Mit viel Popcorn bewaffnet gings ab in die Minions.

Ab ins kühle Nass beim River Rafting. Zwei Stunden flussabwärts, danach Ziplining über den Urubamba Fluss. Adrenalin Day.

 

Filmeabende, Konzerte, Family Dinner.

 

„Das ist das Angenehme auf Reisen, dass auch das Gewöhnliche durch Neuheit und Überraschung das Ansehen eines Abenteuers gewinnt. – Johann Wolfgang von Goethe -

 

Mein erstes Tattoo!

Der legendäre Abend bzw. die legendäre Nacht im Kokopelli Hostel!

Und schließlich mein fettes Geburtstag Weekend. Ich kann mich nicht glücklicher schätzen über all die Überraschung meiner Liebsten!

Der große Streit, mein Auszug, mein Einzug ins Hostel, mein Rückzug ins Apartment, all die vergossenen Tränen, all das strahlende Lächeln.

Die Kinder geben einem so viel Aufmerksamkeit, so viel Liebe zurück - Los Molinos -

 

Wenn ich hier so meine 5 Monate Revue passieren lasse wird mir wieder einmal klar, dass meine Gefühle hier fast regelmäßig Achterbahn fahren.

Man trifft hier so viele wundervolle Leute, macht so viele Erfahrungen.

 

„Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin,

dass du dein Leben ändern kannst,

indem du deine Geisteshaltung änderst.“

-Albert Schweitzer-