Berichte von 05/2015

NEXT STOP - RUINENRUNNING -

Mittwoch, 27.05.2015

 

 

Am Samstag in der Früh ging es für Vera, Ny und mich mit dem Bus nach Pisac.

Mit dem Taxi ab auf dem Berg, ging unsere Wanderung nach unten los.

4 Stunden durch schönste Landschaften, vorbei an Ruinen.

 

 

 

 

Mit jede Menge Fotos ging es dann weiter nach Urubamba und danach ins kleine

aufgeweckte Ollantaytambo.

 

Dort angekommen waren wir gleich inmitten eines riesigen Festes zu Ehren

„Senor Choquekillka“ (Fiesta del Senor de Choquekillka Patrimonio Cultural de la Nacion).

Die ganze Nacht Tänze, Gesänge und Feuerwerke.

Bunte Kostüme, gruselige Masken, jede Menge Essen und Bier.

 

 

 

 

Abends Ausklang mit Chicha Morada und gegrilltem Alpaka Fleisch.

 

Am nächsten Morgen genossen wir das leckere Frühstück mit Ausblick auf die saftig grünen Anden bevor es hoch hinausging.

Die alte Inkafestung in Ollantaytambo ist echt einen Besuch wert. Zwar ist die imposante Felsenfestung nie fertig gestellt worden, sodass die gewaltigen Felsblöcke, die bis zu 50 Tonnen wiegen, teilweise einfach nur herumliegen, jedoch macht genau das den Scharm dieser Tempelanlage aus.

 

 

 

Beeindruckend sind auch die Wasserbecken, die der Inkaprinzessin Cusi-Coyllur als Badezimmer dienten. Überall Brunnen, Kanäle und Bäche.

Direkt danach zurück nach Urubamba. Von dort aus charterten wir ein Taxi das uns nach Maras und Moray fuhr.

 

Die Salinera de Maras sind wirklich atemberaubend.

Auf den spektakulär terrassierten Berghängen gelegenen rund 3000 Becken wird selbst nach Jahrhunderten immer noch Salz zwischen Mai und Oktober angebaut.

 

 

 

 

Danach weiter nach Moray, einer landwirtschaftlichen Versuchsanstalt der Inkas.

Die runden Vertiefungen der Terrassen sind etwa 1,80 m hohe Plattformen.

 

 

 

Unser letzter Stop des Wochenendes heißt Chinchero.

Ein kleines, pittoreskes Andendorf gemischt mit inkaischer Architektur.

Auf dem Sonntagsmarkt auf der Plaza erstmal eine kleine Stärkung gegessen (Lomo und Recoto relleno). Ab zur alten kolonialen Lehmziegelkirche die innen mit ihrer Holzverzierten Decke prahlt.

 

Den Tag mit Blick auf die grünen weiten ausklingen lassen…

… ja so lässt es sich leben.

 

 

 

CEMENTERIO

Freitag, 22.05.2015

Schulausflug zum Friedhof.

Es kann einen zu Tränen rühren, wie liebevoll die Gräber gestaltet sind. Dies hat jedoch einen ganz bestimmten Grund.

Der wichtigste Gott der Inkas ist der Sonnengott. Sie glaubten, dass ihre Königsfamilie von ihm abstammte und nur diesem Gott zu Ehren wurden Tempel gebaut. Die Inkas hatten viele Götter, aber der Sonnengott überstrahlte alle.

Außerdem glauben sie an ein Leben nach dem Tod und an eine Wiederauferstehung des Körpers.

Deshalb ist die Beisetzung des geliebten Menschen sowohl Traurig als auch eine riesige Feier zugleich.

 

 

Hier ein paar Auszüge vom Friedhof:

 

„The Inka Mummies - Die Inka Mummie“

„Nach seinem Tod, der Sapa Inca Kaiser des Talmantinsuyo, wurde dieser auf einen Erbkeim umgewandelt, sein Körper wird in einer Weise einbalsamiert, sodass dieser einbalsamierter Körper für vier, oder fünfhundert Jahre halten wird.“

 

„The Souls Posthumous Journey - Die postume Reise der Seelen“

 „Nach dem Tod, die Seelenwunder seit ganzen Tagen hungernd und durstig, auf dem Weg den mächtigen starken Flussstrom findend und viel Elend und Schmerz durchgeht.

 Zuerst kommt er zur Hundestadt Lazarollaqta, in der Nähe dieser Stadt ist ein Fluss genannt Yawarmayu (Fluss des Blutes) durch die Küste, alle Hunde warten auf die Eigentümer, um ihnen zu helfen.

Nachdem er zu einem Platz gekommen ist, wo es diese glitschige schmale Straße gibt.

 Schließlich sieht er Gott, der ihn segnet und eine Glocke läutet, und so anruft, misst die Seele seine Lebenssünden gemäß dem Gewicht der Sünden so erhält er die Verbannung zu Hanaqpacha, einige andere Zeiten sie sind verloren (verdammt), sich zu fragen bzw. sich zu wundern und in der Nähe von Vulkanen und Gletscher leid zu ertragen.“

 

„Our Three Souls – Unsere drei Seelen“

 „Die Geister haben eine dreifache Zusammensetzung.

 Der Kuraqkaq almar oder die Hauptseele, die ein tiefer dunkler Schatten ist.

 Der Sullkakaq alma oder die geringe (kleinere) Seele, die zu einem hellen Stern vereinigt ist, der nach dem Tod in die innere Welt durch den Krater des Vulkans von Qhoropuna geht,

und schließlich den Chaqwpikaq alma oder die mittlere Seele, die für immer im Grab bleibt, und nicht emigriert nach Ukhupacha.“

 

„The Ukhupacha“

 „oder unter der Welt, ist der Platz der Wasserbewohner und der Landlebenden, wo der Samen des Lebens daran behalten wird.

Die Unterwelt ist bewohnt mit verschiedene Wesen/Kreaturen, wie die ursprünglichen Vorfahren oder den Dämonen.“

 

 

NEXT STOP - HUACACHINA -

Samstag, 16.05.2015

 

18 Stunden im Bus…

… quer durch die Berge, durch kleine Orte, durch Einöde, durch Wüste.

… die Temperatur im Bus steigt stetig. Der „Geruch“ wird immer schlimmer.

 

Doch all diese „Strapazen“ lohnen sich! Definitiv!

Nach 18 Stunden steht man dann nämlich in Ica, weiter mit dem Taxi geht’s ins wunderschöne Huacachina.

Huacachina ist ein Ort in der Provinz Ica, hier in Peru mit nur ca. 200 Einwohnern. Aufgrund der Oase (Laguna de Huacachina) ist der Ort eine der touristischen Attraktionen in Peru.

 

Nun… wir stehen hier mitten im Paradies!

Unser Hostel, klein und süss. Für peruanische Verhältnisse überraschend sauber und gepflegt. Liegt inmitten der rund 100 m hohen Dünen.

 

Schnell die Sachen ins Zimmer geht’s ab auf diese rund 100 m Dünen.

Schnauuuuuuff …. Huuuuuust … Hechel ….

UNFASSBAR

Wir stehen hier mitten in der Wüste Perus, der Ausblick ist nicht nur Atemberaubend und kann kaum in Worte gefasst werden..

 

..und dann genau diese Dünen runter zu rennen, zu hüpfen, zu fliegen! Ja genau solche Momente sollte man am meisten genießen, sie erfüllen nicht nur unser Leben mit Freude!

   

Für den nächsten Morgen buchten wir die Sandbuggie Tour inkl. Sandboarding.

Um 10 Uhr abgeholt geht’s mit rasantem Tempo durch die Hitze der Wüste. Wir machten Halt um die unendliche Weite zu bestaunen.

Weiter zur nächsten Düne und ab auf die Bretter! Gab´s so viel Spaß wie schon lange nicht mehr.

 

Die Sonne brennt... Knirschen zwischen den Zähnen… Der Sand klebt überall…

Mit einem überwältigenden Glücksgefühl geht’s wieder im rasanten Tempo durch die Wüste in Richtung Hotel.

Den restlichen Tag verbrachten wir mit Schwimmen, Shopping und mit dem genießen verschiedenster Speisen indem wir von einem zum nächsten Restaurant tigerten.

Schon am Abend um 22 Uhr ging´s wieder die 18 Stunden zurück durch wunderschöne Landschaften..

..Zurück ins Nassgraue Cusco.

 

 

 

NEUE WINKEL

Montag, 11.05.2015

Sooo, ich habe schon längere Zeit nichts von mir hören lassen. Liegt vermutlich daran, dass ich immer noch eine Menge spanischer Vokabeln lerne und jeden einzelnen Tag in vollen Zügen genieße.

Cusco

Ich war jeden Tag unterwegs, ob Shopping, Kochkurs oder Essen genießen.

Shopping..

Im Kochkurs gabs Causa rellena und bedeutet soviel wie "gefüllte Sache". Das pikante Kartoffelpüree kann variantenreich gefüllt werden. Causa ist ein sehr beliebtes Gericht in Peru.

Am Wochenende waren wir Mädels aus. In vielen verschiedenen Clubs und letzendlich eine lange Zeit im "Mushrooms" kann man in Cusco eine menge Spaß haben. Schon einmal einen Mix aus Salsa und Electro getanzt?

Am nächsten Tag gings ab nach Chinchero.

Chinchero ist eine kleine Stadt etwa 30 Kilometer von Cusco. Immer sonntags findet in Chinchero ein farbenprächtiger Indiomarkt statt. Die Stadt war Sommersitz der Inkas. In der Kirche aus der Kolonialzeit, deren Fundamente aus der Inkazeit stammen, wird die Messe bis heute in der indigenen Sprache Quechua gehalten.

Bunter Markt, wunderschöne Kirche mit holzverzierter Decke und grüne Weiten...

 

Außerdem habe ich einige Pläne geschmiedet, was Wochenendtrips etc. angeht. Schon bald erfahrt ihr von meinem ersten Trip :) 

"Alle Lebewesen außer den Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen"