MEINE LANGE, SCHWERE REISE ZURÜCK

Mittwoch, 30.03.2016

Das Peru mich behalten will, das wurde mir sehr schnell bewusst, als die unfreundlichen Mitarbeiter der Peruvian Airline bereits beim einchecken sagten es gäbe eine Verspätung von 20 min.

20 min dachte ich, lachte und war bereits bei dem Gedanken, dass ich meinen Anschlussflug verpassen würde, den diese Zeitangabe wäre mind. das doppelte oder dreifache...

Ich saß dort nun, am Gate, heulend, aber mutig genug in ein Flugzeug einzusteigen. Wenn es denn kommen würde. Nach einer Stunde kam nur eine Durchsage, dass sie keine Ahnung haben und evtl. in zwei weiteren Stunden wissen wann wir den abfliegen können.

Wieder gab es nur eine Mitarbeiterin am Schalter, Arrogant, nicht bereit mit jemanden zu reden geschweige denn zu helfen. Jedem wurde etwas anderes gesagt "Peruvian Airlines hat einen eigenen Tower zur Flugabfertigung, der Herr dafür ist nicht zur Arbeit erschienen", "Technische Störungen bei der Maschine, die noch in Arequipa steckt und dort repariert wird" während die Tussi am Gateschalter immer nur aufs Wetter verwies.

Ja das die Airline das Wetter benutzt liegt klar auf der Hand, so müssen sie sich weder angesprochen fühlen für Hilfestellung, noch Schadensersatz zahlen.

Nach 4 1/2 Stunden am Flughafen in Cusco kam ein Techniker ins Cafe, SCHNELL SCHNELL der Flieger fliegt gleich ab. Wieder KEINERLEI Durchsagen oder Anzeigen am Screen. Ich bin froh das er wenigstens bescheid gegeben hat.

Nunja. knappe 5 Stunden zu spät in Lima, sämtliche Anschlussflüge natürlich weg, Peruvian hilft nicht und meine Anschlussfluggesellschaft war nur bemüht eine neue Verbindung raus zu suchen, die ich für 4665 Dollar hätte buchen sollen.

DANKE für nichts. Ich steckte fest! In Lima. Weit bin ich nicht gekommen!

Also blieb mir nur noch die Möglichkeit meinen Vater zu kontaktieren. Der, mittlerweile war es Nachts in Deutschland, die ganze Nacht durchmachte und morgens nicht in die Arbeit gehen konnte, um mich in einer spektakulären Befreiuungsaktion von Peru rettete.

Sämtliche Flüge waren ausgebucht, oder es gab nur noch die Business class. Für Flüge über die USA benötigt man ein Visum. Sodass dieses Online noch für mich beantragt wurde. Ich nutzte die Wartezeit um wenigstens zwei Stunden zu schlafen und schlug mir ein Schlaflager am Flughafen Limas auf.

Am nächsten morgen um 8 Uhr gings dann weiter, mit einem neuen Flugticket, das mein Vater bezahlt hat, über Miami und London zurück nach München.

 

Weitere Tips:

Immer Decke, Kissen und warme Wollsocken im Handgepäck haben, genauso wie Kosmetikartikel und Wechselwäsche. Es kann so schnell passieren dass man eine Zwischennacht irgendwo verbringen muss.

Oropax und Schlafmaske sind wertvolle Nebenbegleiter, die einem das Leben und den Schlaf immer und überall erleichtern.

Ladegeräte für Laptop oder Handy sollten auch immer Griffbereit sein.

Immer eine Notfallperson haben, die einem in der Not den Arsch retten kann, vorallem wenn man selber keinerlei Budget mehr besitzt.

 

Ich habe aus meiner Geschichte sehr viel gelernt und rate ALLEN davon ab mit Peruvian Airlines zu fliegen, oder diese zu buchen. Die Bewertungen im Internet und vorallem auf Facebook kann man alle glauben schenken, sie stimmen leider alle. Bisher habe ich zwei Emails geschrieben um wenigstens eine Entschuldigung zu bekommen, keine Reaktion von dieser Airline. Genauso wenig reagieren sie auf die zahlreich schlechten Kommentare im Netz. Traurig das es soetwas in der heutigen Zeit noch gibt bzw. überhaupt erlaubt ist!

 

Verspätet und völlig kaputt kam ich also in Deutschland an. BACK IN GERMANY!!

Meine Geschwister empfangen mit inkl Hund, Nichte und fettem Plakat weinend am Flughafen. Es ging zum Essen und Quatschen. Danach ersteinmal über das Wochenende zu meiner Schwester.

Die Wiedereingliederung fällt schwer! Man will es nicht hören und glauben, aber ja man bekommt auch einen Kulturschock wenn man "Nachhause" zurück geht. Das ganze Moderne, wieder die Umstellung von Essen und Klima. Neue Gerüche, alle tragen wieder Deo und Parfüm. Selbst die kleinen Dinge erfordern eine Wiederumstellung von dir.

- 29 Voluntarios in meinem Projekt - 37 Mitbewohner in meinem Apartment -

Jede Menge Menschen...

... In unserem Leben begegnet uns keiner Zufällig.

Alle sind Teil unseres Weges.

Ob als Begleiter, als Seelenverwandter

oder einfach nur als Lehre.

MEINE LETZTEN TAGE IN PERU

Montag, 28.03.2016

Meine letzten Tage in Peru, hier in Cusco sind angebrochen.

Nachdem Ostern ist, Semana Santa, ist das Los Molinos vier Tage zu.
Also hatte ich bereits Mittwoch meinen letzten Tag im Projekt.

Wir haben die Woche die Wand im Zwischenraum gestrichen und am nächsten Tag zusammen mit den Kiddies und vielen Handabdrücken neu gestaltet. Es hat riesigen Spaß gemacht!!

Am letzten Tag gab es dann eine kleine Fiesta mit Galletas (Keksen) und Limonada (Limonade). Der Abschied fiel nicht leicht, das war mir von Anfang an bewusst. Wer ein Jahr die Bezugsperson der Kleinen ist, den lässt man nicht gehen. Die Kinder klammerten sich an mich und gerade für die, die mich schon das ganze Jahr begleiten oder zumindest viele Monate davon, waren sehr traurig.

Als Geschenk gabs viele Küsschen und ein Plakat, unterschrieben von vielen Kindern, total bunt angemalt, dieses bekommt auf jedenfall einen Ehrenplatz in meiner neuen Wohnung.

Natürlich habe ich nochmal viele meiner Lieblingsplätze aufgesucht, Cucharitas, mit seinem wunderbaren Eis. Limbus, San Blas Markt und natürlich auch Asunta, den Laden in dem ich all meine Sachen eingekauft habe.

Überall wurden viele Tränen vergossen. Besonders viele bei meiner Peruanischen Familie in Chinchero.

Zu meiner Freude gab es ganz viel Fisch zum essen, es ist schließlich Karfreitag.

Fischsuppe mit Macha (Muscheln) nennt sicht dann Kaukau. Danach Trucha (eine Art Forelle).

Ich immer fleissig die Beilagen gegessen, also Fisch war noch nie mein Ding...

Die San Blas Schule veranstaltete auch eine kleine Osterfeier. Mit den typischen 12 Platos, 12 Gänge also. 6 Salzige und 6 Süsse sind tradition hier in Peru.

Am Dienstag also, meinem letzten Tag, den habe ich selbstverständlich noch mit Pedro verbracht. Morgens schön ausschlafen und schickes Frühstück. Dann sind wir noch im Kinderheim vorbei um einige Sachspenden abzugeben. Wir waren nochmal Lomo Saltado essen und Aji de Gallina, mein Lieblingsgericht!

Zurück zuhause hatte ich noch Zeit einen Schokoladenkuchen für Rosa zu backen. Rosa ist die Mama des Hauses sozusagen. Bestellt für uns immer das Gas, Wäscht unsere Wäsche und näht diese auch, alle möglichen Dinge zum Einkaufen hat sie auch und auch so hat sie immer ein offenes Ohr für einen.

Danach ging es ans Koffer packen... und Zimmer leer bekommen. In einem Jahr staut sich so einiges an. Ja alle Souveniers waren eingepackt, der Koffer ging wunderbar zu. Einige Lieblingsstücke an Klamotten noch schnell ins Handgepäck gestopft. Der komplette Rest kam in die Spendenbox. So einfach ist das.

Bin ich bereit für meine Heimreise?

Jein, mit einem lachenden und einem weinenden Auge ...

NEXT STOP - IQUITOS -

Donnerstag, 10.03.2016

Wow es ist soweit, mein kleiner letzter Traum hier in Peru geht in Erfüllung.
Morgen geht unser Flug nach Iquitos!!

Das Amazonas Tiefland ruft!
1542 wurde der Rio Amazonas das erste mal von einem Weissen entdeckt (durch den
Spanier Francisco de Orellana). Er entdeckte die Uranwohner des Flusses, mit
ihren langen Haaren, ausgerüstet mit Pfeil und Bogen für die Jagd.
Nach dem grossen Kautschukbooms hier im Amazonas Tiefland intersierte sich fast niemand mehr für die
flächenmäßig größte Provinz in Peru.
Das Ausmaß wird einem bewusst, wenn man im Flugzeug von Lima nach Iquitos einen Fensterplatz
ergattert hat. Weit und Breit ist alles nur grün! und braune Flüsse bewegen sich im Zick Zack durch
das Grün.

Der Amazonas bricht wahre Weltrekorde. Er transportiert ein Fünftel des gesamten Süsswassers
der Erde, er ist in Peru nur max 2 km breit, an der Mündung in Brasilien jedoch 230 km breit!
Ausserdem ist er mit 6762 km Länge der längste Fluss der Erde.

Ankunft in Iquitos, schon wird man "überfallen" von hunderten von Taxifahrern,
die förmlich an einen ziehen und einen ins Taxi zerren wollen.
Ja bei Ankunft bemerkt man direkt, dass diese Stadt keine bzw. kaum Erfahrung mit
Touristen hat.
Wir gehen etwas weiter weg und nehmen uns ein Mototaxi für 5 Sol dass uns im
rasanten Tempo in knapp 30 Minuten zum Plaza de Armas bringt.

Iquitos ist atemberaubend schön, kaum Touristen.
Benannt nach einem Indianerstamm der hier mal lebte ist Iquitos mit 500,000 die grösste Stadt im Urwald und nur
per Flugzeug oder drei Tages Trip auf dem Boot zu erreichen.

Wir schlendern an unserem ersten Tag einfach gemütlich an der Promenade entlang,
durch den "Anaconda" Markt, der sich direkt an der Promenade in Stelzenhütten befindet.
Überall befinden sich Schiffswracks, die mit Grafiti angesprüht wurden und dadurch einen Eyecatcher
in der grünen Umgebung abgeben.
Es ist mega heiss und durch die 83% Luftfeuchte kann man die Luft schneiden.
Ich musste noch nie so nass schlafen,
als ob man klitsch nass aus der Dusche kommt und sich ins Bett legt.

 

Am nächsten Tag gehts zu unserer zwei Tages Tour in den Amazonas Regenwald.
Bevor wir abgeholt werden, schauen wir uns aber noch den berühmten "Belen Markt" an.
Wir fragen einen Tuk Tuk Fahrer ob er uns diesen zeigen kann, da uns von den Hostelbesitzern und
auch von den Kellnern im Restaurant erzählt wurde, dass dies ein sehr gefährlicher Ort ist.
Pierre, unser Fahrer spricht perfekt englisch (Nina kann ja kaum spanisch)
und ist total enthusiastisch und erklärt uns zu jedem Stand voller Stolz seine Kultur.
Man kann hier alles kaufen, von Alligator, Schildkröte, Fisch bis hin zu vielen andern Amazonas/Regenwald
Tieren, Zigaretten, Früchte und Heilkräuter, homoöpatische Medizin.

Die freude ist riesen gross! Als unser englischsprachiger Guide uns überpünktlich
abholt und mit uns zum Port fährt. Nachdem wir dort noch 15 min auf die Anderen
unserer Gruppe warten müssen, haben wir noch kurz Zeit uns den Markt anzusehen.

Ich probiere Suri "Maden" die am Spieß auf dem Grill gebraten werden. Es kostet zwar überwindung,
doch bin ich total begeistert, ich bin ja hier um alles auszuprobieren.
Sie schmecken nach einer Mischung aus Huhn mit Ei.

 

Die Anderen sind da, 15 Peruaner. Nur wir zwei "Weissen, Gringas". Im Holzboot gehts über den Rio Negro,
auf den Amazonas. Erster Stopp in "Fundo Pedrito". Die ganze Deko besteht aus zerschnittenen und angemalten
Plastikflaschen, eine tolle Idee!!
Wir dürfen Piranjas füttern und sehen Paiches, riesige Fische die hier leben.

Weiter zu Suenos del Momon.
Etwas positives zu diesem Ort? Fehlanzeige!
Es ist grausam!!!
Die Tourigruppen gehen hier von Käfig zu Käfig, machen Fotos mit all den armen Tieren, mit den Faultieren,
Affen und Schlangen. Wir kommen an einem Affen vorbei, der in seinem Käfig, wie die anderen Tiere nix hat.
Kein Baum, kein Grün, ich sage nur "Ou we du armer, du gehörst hier nicht hin!" Mir läuft es eiskalt den
Rücken runter als er mich ansieht, zusammen kauert und laut das weinen anfängt.
Gegen diesen Ort muss man unbedingt vorgehen!!

Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.
- Georg Christoph Lichtenberg -

Uns fällt es sehr schwer dieses Erlebniss zu verdauen, und uns auf unseren nächsten Stop zu freuen.

Auf dem Boot gehts weiter auf dem Fluss durch künstlerische Landschaft zu unserer Lodge.
KRASS, mitten im Regenwald steht eine gewaltige Anlage mit Bungalows, einem riesen Restaurant mit Aussichtsplattform,
einem Pool mit Wasserrutschen Anlage.

Wir brechen nach Lunch und kurzer Pause zu unserer Wanderung auf.
Durch ein Einheimisches Dorf dass direkt hinter der Anlage liegt.
Wieder etwas was ich gar nicht toll finde! Die Bewohner wurden sprichwörtlich bestochen, damit der Engländer seine
fette Tourianlage bauen kann, hat er einen Stromgenerator für das Dorf "gespendet".
Dafür laufen nun tagtäglich Leute durch ihr Dorf, die sie begaffen und Fotos machen. Bei dem Gedanken dass ich Teil
dieses Begaffens bin wird mir schon wieder übel um die Nase, ich packe meine Kamera weg, respektiere ihr Dorf, höre
gespannt den Erzählungen zu und verabschiede mich.

BIENVENIDOS "Alamas del Rio Momom"
Willkommen bei den Flussbewohnern. Mir bleibt die Spucke weg, als ich all die wunderschönen Frauen sehe. In Peru
gibt es selten "schöne" Menschen...
Sie Tanzen uns singen für uns, verkaufen dann ihre selbstgemachten Schmuckteile und Figürchen.
Es geht weiter zum "Jardin Botanico El Chullachaqui"
uns werden viele Pflanzen und Bäume vorgestellt, ihre medizinischen Wirkungen. Für alle Beschwerden und Krankheiten gibt
es eine Pflanze und ein daraus hergestellter Trunk. Selbst gegen Krebs haben sie ihre Pflanze.
Es gibt im Regenwald 4 überauswichtige Pflanzen für die Einwohner.

    

Wir geniessen den Sonnenuntergang über den Fluss und fallen total erschöpft ins Bett.

Am nächsten Tag gehts um 5 Uhr morgens zur Vogelbeobachtung. Dann Frühstück und weiter zum Piranja fischen.

Ja zwei wundervolle Tage neigen sich dem Ende zu. Sodass es nach dem Mittagessen schon wieder zurück nach Iquitos
geht.


Wir bekommen "Wahlwerbung" hautnah mit, dann kaufen wir ein Sack Hundefutter, gehen gemütlich durch die Strassen
und füttern die Halbverhungerten, kranken Strassenhunde.
Wir bekommen sehr viel Zuspruch der Anwohner und wir kommen mit sehr vielen von ihnen ins Gespräch.

Dann heisst es wieder, Sachen packen, denn es geht schon wieder zurück nach Cusco. Vier grossartige und faszinierende
Tage sind vorbei.

Kein Tag hat genug Zeit, aber jeden Tag sollten wir uns genug Zeit nehmen.
- John Donne -

 

TITICACASEE DIE ZWEITE

Samstag, 05.03.2016

Mein Weg führt mich zum zweiten mal zum wunderschönen Titicacasee.


Für meine beste Freundin war es das Erste mal und wie auch ich war
sie total begeistert von der Schönheit des Sees und dem einzigartigen
Sternenhimmel der sich hier in der Nacht zeigt.

Die Standard Touritour führt uns durch die Uros, den schwimmenden Schilfinseln
bis nach Amantani wo wir die Nacht verbringen.

 

Nun habe ich auch endlich den berühmten Stempel in meinem Pass, den man sich
bei den Uros holen kann, bei meinem Ersten mal bin ich leider nicht an diesem
Stopp vorbei gekommen.

Auf Amantani haben wir uns bei der Wanderung auf den Berg hinauf den anderen Tempel
angesehen. Es gibt zum einen den Pachatata (Vatererde) und Pachamama (Muttererde).
Sodass ich nun beide der anmutigen Tempel mit ihrer Aussicht gesehen habe.

Wieder bekocht uns unsere Gastmama Maria mit leckerem Essen, während ihre Kinder uns
ständig anlächeln und anlachen.

Am nächsten Tag gehts rüber nach Taquile, Wanderung, Freizeit, Mittagessen und dann
wieder zurück nach Puno.


In Puno haben wir noch zu Abend gegessen, bevor uns das Mototaxi zurück zum Busterminal
bringt, und so zum Bus zurück nach Cusco.

ES IST STILL GEWORDEN

Sonntag, 28.02.2016

Hallo ihr Lieben,

 

es ist still um mich geworden, dass tut mir leid.

 

Es ist einiges passiert, privat in meinem Leben und deswegen hatte ich nicht wirklich die Zeit einen neuen Blogeintrag zu schreiben.

In den letzten Wochen habe ich mein Leben in vollen Zügen genossen und nicht an andere Dinge gedacht. Doch die Realität holt einen schneller ein als einem lieb ist.

Also ist es passiert.... Mein Rückflug nach Deutschland ist gebucht!

Am 30.03. heisst es schon, Koffer packen... "Ciao Peru" .. aber für mich nicht für immer. Ich werde immer wieder zurück kehren, schließlich liebe ich das Land und meine peruanische Familie! Und dieser Gedanke baut auf, sodass ich bei dem Gedanken dass ich schon in wenigen Wochen im Flieger sitze nicht allzu traurig bin.

Ausserdem kommt Pedro, mein Verlobter nach Deutschland nach. Ja richtig gelesen, Er hat mich gefragt ob ich seine Frau werden möchte!

 

Ich habe ein Flugschnäppchen ergattert, allerdings führt mein Weg mich dadurch über Lima-Cancun-London-und Amsterdam, bevor ich am 01.04. finally in München lande.

Bei meiner Übernachtung in Amsterdam kann ich mich wieder an das "europäische Leben" eingewöhnen und in Ruhe über mein wundervolles Jahr in Peru nachdenken, dass mein Leben wirklich komplett verändert hat. Denn zurück in Deutschland geht das Leben schnell weiter. Treffen mit Familie und Freunden. Job und Wohnung suchen und der ganze Kram.

 

In nur drei Tagen kommt meine beste Freundin zu Besuch. Wir freuen uns riesig!! Dann heisst es, wie in Australien schon, Franzi und Nina gegen den Rest der Welt. Ja und dann warten wieder Reisen und Abenteuer auf mich, das vorerst letzte mal hier in Peru.

 

Im Los Molinos läuft alles super!

Wir haben jeden Tag spaß und allein der Gedanke dass ich nur noch so wenige Tage mit meinen Kiddies hab könnte mir echt das Herz brechen....

Wir spielen, machen Blödsinn mit dem Nachbarsschwein, lernen Englisch. Bemalen die Lehrer... Liefern uns Wasserschlachten (passend zum Karneval in Peru) oder vertreiben die vielen Regentage mit Lachen....

 

 

Anfang Januar war ich ein zweites mal auf dem wunderschönen PICOL.

Die Aussicht ist einfach unschlagbar. Der Aufstieg hart, allerdings lohnt es sich immer und immer wieder! Die Natur ist so schön, die Luft so klar, es ist so schön leise dort oben....

 

Ende Januar bin ich für einen Tag nach La Paz, Bolivien rüber geflogen, da mal wieder mein Touri Visum abgelaufen war.

Es war total lustig, denn bei der Ausreise meinte die "nette" Dame am Migrationsschalter dass ich schon viel zu lange im Land bin, wenn ich zurück kommen sollte werde ich genau 10 Tage Zeit haben dass Land wieder zu verlassen. 
Ich voller Panik also bei der Rückreise wieder am Schalter gestanden, extra als Letzte, ich war eh schon nervös und wenn ich weiss dass Menschen hinter mir warten werde ich womöglich noch nervöser. Ich also zum Schalter....

..."Buenos Dias, ...." Hey du sprichst spanisch, "Jaaa bin schon etwas länger im Land... Wie viele Tage könnten Sie mir noch geben?" Hmm nunja wie viele Tage möchtest du denn? "So um die 80 Tage wären klasse!" WIESO "Ich habe einen Freund" 

Der Beamte der Migration lächelte glücklich vor sich hin, gab mir einen Stempel und schrieb 120 Tage in meinen Pass.

Ich denke er hat ebenfalls eine europäische Freundin.

Es war ebenfalls der erste Flug in Pedros Leben. Total süss ihn so ängstlich zu sehen. Aber erstmal im Flieger, am Fenster war er von den ganzen Eindrücken einfach nur beeindruckt.

Ich war vom "Valle de la Luna" beeindruckt, dass wir uns zusammen an meinem Tag in La Paz angesehen hatten. Bei meiner letzten Reise nach La Paz bin ich gar nicht darauf gestossen, dass es dort ein solch spektakuläres Naturschauspiel zu bewundern gibt.

 

 

 Manchmal ist es gar nicht schlecht, wenn einen der Weg zweimal zur selben Stadt führt...

NEXT STOP - NEUES JAHR NEUES GLÜCK -

Mittwoch, 06.01.2016

Es ist Zeit das vergangene Jahr revue passieren zu lassen und
über Wünsche und Ziele für das neue Jahr nachzudenken.

Was alles passiert ist in meinem Jahr? Wer fleissig meinen Blog
verfolgt hat, weiss das bereits alles.

Meine Wünsche? Meine Ziele?


Naja eigentlich bin ich wunschlos glücklich...
... ich denke seit einigen Monaten intensiv darüber nach hier in Peru zu bleiben.
Mein Ziel in 2016 eine neue Ausbildung als Kinderkrankenschwester zu machen sind
damit hinfällig. Das würde allerdings bedeuten, dass ich höchstwahrscheinlich
wieder zurück ins Hotel muss, denn hier in Cusco würde ich mit meinen Vorkenntnissen
im Hotel am leichtesten einen Job finden. (Hotel - Das wollte ich doch nie mehr?)

In den vergangen Wochen ist einiges passiert, ich habe
lange nicht mehr von mir hören lassen, das hat einen ganz besonderen Grund.

Anfangen muss ich bei der Geschichte mit dem netten, süssen Peruaner im Schokomuseum,
den ich dann in der Acupari Sprachschule wieder getroffen habe.

In den letzten Wochen habe ich dort nämlich als Praktikantin gearbeitet.
Ich habe die Bibliothek wieder eröffnet und in dieser den Peruanern die in der
Schule deutsch lernen mit Hausaufgaben etc. geholfen.
Ausserdem habe ich jeden Freitag im Cafe Berlin gearbeitet, dort treffen sich alle die
entweder Deutsch oder Spanisch in der Schule lernen um bei Cafe und Tee
ihre Sprachkenntnisse weiter auszudehnen.

Jedenfalls habe ich mich an meinem ersten Tag in jeder Klasse vorgestellt und da
saß er dann "Ich glaube ich kenne dich", wir haben uns einige male getroffen, ja und schneller als man denkt verliebt man sich... und die Dinge
nehmen ihren lauf ;)

Ebenfalls viele Partys... von der einen mit einer Menge Tequila, bis hin zu der mit
der Crew vom Schokomuseum.
Ich musste viele Freundinnen und meinen Freund betrunken nach Hause bringen. Oder auch
zum Flughafen und man musste mich betrunken nach Hause begleiten.
Partys in Cusco? Immer ein mega Highlight!!!

Mega interessant sind hier auch: Abschlussbälle
Mit Pedro war ich auf dem Abschlussball seines Bruders. Es wird nonstop getanzt, es gibt
sehr viel zu essen und jeeedeee menge Alkohol. Jeder trägt einen Anzug oder ein wunderschönes
Kleid, selbst die ganz kleinen kommen mit ihren masgeschneiderten Kleidchen und Anzügen. Super putzig!

Zusammen haben wir auch einen Ausflug zum Templo de la Luna gemacht. Vom Tempel sind wir
dann gemütlich bis nach Puka Pukara und Tambomachay gelaufen.
Wunderschöne Landschaft, keine menschensseele weit und breit nur das "wir".


Advent Advent die erste Kerze brennt, erst eine dann zwei, drei und schneller als man sich
versieht brennt dann auch schon die vierte Kerze.

Weihnachten in Peru.


Um uns in Weihnachtsstimmung zu bringen, haben wir in der WG Plätzchen gebacken.

Während „in der Weihnachtsbaeckerei lief“ gab es eine kleine Mehlschlacht.

Doch so einfach wie es klingt war es leider nicht. Denn es war auch das erste Adventsbacken mit einem Gasofen.
Bis wir den „dreh“ mit dem Gasofen raus bekommen hatten, mussten einige Plätzchen leiden.
Durch einen leckeren Feinschliff mit einer Schokoladenglasur oder auch einer Zitronenglasur konnte man dann
aber doch einige unserer Plätzchen essen.

Ebenfalls haben wir unsere Wohnung mit selbstgebastelten Sternen geschmückt.

Und ich habe einen Weihnachtsbaum gebastelt, natürlich brav recycelt aus alten Plastikflaschen.

Geschmückt mit Lametter und kleinen Panflöten Anstecker.
An stelle eines Sternes an der Spitze, schmückt unser Baum eine Schleife in peruanischen Farben.

    

Im Los Molinos war auch eine Weihnachtsfeier.
Es gab Paneton, Galletas und Chocolate Caliente.
Am Ende dann natürlich auch Geschenke für alle Kiddies!

Santurantikuy

Das ist der Weihnachtsmarkt hier in Cusco.
Er findet jedes Jahr am 23 und 24.12. auf der Plaza Major statt also auf dem Plaza de Armas.
Santurantikuy ist Quechua und heisst "Venta de Santos" also Verkauf von Heiligen.
Entwickelt und organisiert wird er jedes Jahr von Handwerkern die von überall her von Cusco kommen.
Verkauft wird alles rund um die Grippe.


Und da war er dann auch schon... Stille Nacht.. Die heilige Nacht..
Zusammen in der WG haben wir gekocht, Pedro etwas typisches Peruanisches und Ich Kartoffelsalat und Wiener.
Zusammen gegessen und zusammen Wein, Bier und Pisco Sour getrunken. Ein wunderschöner Abend der durch das
grosse Feuerwerk um Mitternacht gekrönt wurde!

 

Am nächsten Tag ging es dann zu Pedros Familie nach Chinchero.
Wir haben viel geredet, gegessen, getrunken und getanzt.
Ich habe mit seinen Neffen gespielt und wir haben Kracher gezündet.
Ein fantastischer Tag!

Ja und so schnell ist also wieder ein Jahr vorbei... Tschüss 2015 und Hallo 2016!!

Silvester in Peru ist auch eine kleine Besonderheit.
Man trägt aufjedenfall etwas gelbes, denn das bringt nicht nur Glück sondern auch einen Geldsegen im nächsten Jahr.

Es gibt extra Märkte, auf denen alles in Gelb verkauft wird. Von Unterwäsche, Konfetti bis hin zu Hüten und Trillerpfeifen.

Ich war mit all meinen Liebsten in meiner Lieblingsbar, im Limbus.
Von dort aus hatten wir einen einzigartigen Blick über Cusco und dem Feuerwerk!

 

Am nächsten Tag gings wieder nach Chinchero, Neujahr mit meiner peruanischen Familie feiern.

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr!
...Gesundheit, Mut, Glück und was man sich nicht alles wünscht..

..Prospero Ano!!!

 

 

 

 

LIEBLINGSORTE

Donnerstag, 10.12.2015

In nur einer Woche bin ich bereits ganze 8 Monate hier in Cusco.. hier in Peru.

Es ist unvorstellbar, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man nicht moechte dass die Zeit schnell vergeht.

Ich habe viele Freunde gewonnen und durch diese viele Lieblingsorte gefunden.

Meine Top Fuenf stelle ich euch hier vor:

Ich liiiiibe Fruehstueck! Ohne Fruehstueck geht gar nichts finde ich.

Top Ort fuer das leckerste Desayuno: Meeting Place.

Meeting Place ist ein kleines gemuetliches Cafe am Plaza San Blas, dass den Hauptteil seiner Einnahmen spendet. Dies ist moeglich, da zum einen die Loehne weg fallen (es arbeiten nur Freiwillige dort) zum anderen durch den Verkauf vieler anderer Dinge z.B. gemalte Weltkarten oder Cafe. u. A. fliessen spenden in den Club C.O.R.A.S.O.N. naehe des Flughafens. Ich selbst habe dort auch mal eine Woche gearbeitet. Ein wundervolles Projekt und eine tolle Idee ein solches Cafe zu eroeffnen und zu leiten.

Meeting Place

Naechster Ort: Mercado San Blas

Es gab Zeiten da habe ich jeden Tag bei "Rita" gegessen. Leider finde ich nun nicht mehr tagtaeglich die Zeit dafuer, allerdings gehe ich noch sehr oft zu ihr. Ob alleine oder mit Freunden, Mitbewohner. Bei Rita sind immer alle glueclich satt.

San Blas

Limbus Bar

Durch eine Freundin die mich eines Abends mit genommen hat, habe ich diesen wunderschoenen Ort gefunden und direkt in mein Herz geschlossen. Die Limbus Bar befindet sich noch hoeher von San Blas und unterhalb eines Miradors (Aussichtsplattform). Super leckeres Essen, leckere Cocktails. Die Mitarbeiter stets gut gelaunt und freundlich und das Ambiente gerade wenn es dunkel ist und man das leuchtende Cusco von oben sieht: UNBEZAHLBAR. Ich liebe die Glitzerberge von Cusco!

 Limbus

Santuario Animal de Ccochahuasi

Eines der Projekte die ich besucht habe in meiner Zeit hier in Cusco. Man kann dort nicht nur Freiwilligenarbeit leisten, sondern auch einen sehr schoenen Tag verbringen. Mit Picknick im Gepaeck kann man in der herrlichen Natur und von Tieren umgeben  seinen Tag geniessen.

 Wildlife

"Zuhause" ist es doch am schoensten

Jede Sekunde geniesse ich in meinem Apartment in San Jeronimo. Eine tolle Wohngegend, ohne jeglichen Tourismus. Hier habe ich geweint und gelacht. Nette und weniger nette Menschen willkommen geheissen und verabschiedet. Freundschaften geschlossen und Streit gehabt. Hier habe ich Krankheiten auskuriert und meine Gesundheit gefeiert. Den ganzen Tag mit Jogginghose auf der Couch verbracht oder mich fuer Partys aufgehuebscht. Fast alles spielt sich hier in den vier Waenden ab, denn Zuhause ist es doch am schoensten.

Family Dinner und Movie Night

 

SEELENWÄSCHE

Mittwoch, 04.11.2015

So, im heutigen Bericht werde ich mich ausziehen… Emotional.. Seelisch.. Eine Seelenwäsche sozusagen.. Ihr habt so viel von mir gelesen und ich möchte aufrichtig zu euch allen sein. Denn aus gegebenem Anlass kam ein Freund dazu mir all diese Fragen zu stellen. Die ich direkt euch allen beantworten möchte!

 

Was hast du gesehen, was gefühlt, was vermisst und über was hast du dich am meisten gefreut

Hast du einen Freund der dich liebt und ehrt ?

Hast du die Ruhe zu dir selbst gefunden ?

Fragen über fragen… Sagte ich ja.

 

Fangen wir mit der Frage: „Hast du einen Freund der dich liebt und ehrt?“ an.

Sehr interessante Frage, denn eigentlich dachte ich ja… JA bis heute..

Da gibt es diesen einen Kerl. Von Anfang an war da diese eine Bindung zwischen uns… so eine gefühlvolle Verbindung die man kaum beschreiben kann. Keine Ahnung wie man soetwas nennt.

Noch nie in meinem Leben war ich ein solch, ausgeglichener Mensch. Es ist so harmonisch zwischen uns. Wir können uns echt alles erzählen.. wir vertrauen uns blind..

Wie er mich ansieht… mich berührt.. mit mir spricht…

Alles ist ein Abenteuer.. jedes Mal aufs Neue. All das Lachen… die Überraschungen.. die tiefe Dankbarkeit für jede einzelne Sekunde!

Und heute rennt er aus dem Haus… Beendet die Beziehung zwischen uns.. Wie sich spaeter herausstellt, war alles fuer ihn nur Freundschaft, was es fuer mich war? Keine Ahnung.. Vielleicht etwas mehr als nur Freundschaft.

Jedenfalls habe ich vergessen was für ein unerträglicher Schmerz einen wiederfährt, wenn man einen  Menschen der tief in dein Herz gebrannt ist, verliert.

Und warum das Ganze? ANGST. Angst vor einer ernsten Beziehung… Angst vor tiefen Gefühlen. Ich kann euch nicht genau sagen ob es vielleicht nicht sogar die Angst vor dem Glücklich sein ist.

Statt auf alles zu scheißen und die Steine aus dem Weg zu räumen, legt er selber Steine in seinen eigenen Weg des Glücks. Glücklich zu sein, zu lieben das ist keine Schande… Ob Mann, Frau, Schwarz, Weiß und Alter spielt auch keine Rolle!!! Gefühle sind eben Gefühle!!!

 

„Was hast du gesehen, was gefühlt, was vermisst und über was hast du dich am meisten gefreut?“

Ich habe so viel gesehen…

…so viele verschiedene Landschaften.. Naturwunder… so viele Menschen… viele verschiedene Menschen… Glücklich, traurig, verärgert, enttäuscht, arm, reich, ungepflegt, gepflegt. So viele Facetten der Natur, der Menschen. Die unzähligen Orte hier in Peru und in Bolivien. Dreckig, sauber, arm, reich, menschenleer, überfüllt, mystisch, magisch, atemberaubend.

Tod, Grausamkeit, Gewalt, Glück, Freude, Leid, Hass, Liebe, Leichtsinn, Mut..

Und so viel ich gesehen habe, so viele Gefühle strömen durch meinen Körper. Gefühle die du noch nie in deinem Leben gefühlt hast, Gefühle von denen du die Existenz nicht gewusst, ja sogar erahnen konntest. Ob es für all diese Gefühle einen Ausdruck gibt? Nein! Trotzdem werde ich es versuchen …

Abneigung, Abscheu, Andacht, Angst, Ärger, Aufregung, Ausgeglichenheit, Begeisterung, Beklemmung, Dankbarkeit, Eifersucht, Einsamkeit, Ekel, Empörung, Entrüstung, Entsetzen, Enttäuschung, Entzücken, Erleichterung, Erstaunen, Fassungslosigkeit, Feindschaft, Freude, Fröhlichkeit, Furcht, Geborgenheit, Geduld, Gelassenheit, Glaube, Glück, Hass, Heiterkeit, Hilflosigkeit, Hoffnung, Interesse, Kummer, Langeweile, Leid, Liebe, Lust, Missgunst, Misstrauen, Nachdenklichkeit, Neid, Nervosität, Neugierde, Panik, Ratlosigkeit, Reue, Schadenfreude, Scham, Schmerz, Schuld, Schwäche, Sicherheit, Sorge, Spaß, Stärke, Stress, Stolz, Trauer, Überraschung, Ungeduld, Unglück, Unsicherheit, Verbitterung, Verblüffung, Vergnügen, Vertrauen, Verwirrung, Vorsicht, Wut, Zorn, Zuneigung Zurückhaltung, Zuversicht.

Ja das sind schon eine Menge Gefühle… und bei all diesen Gefühlen die tagtäglich durch deinen Körper strömen.. dich teilweise lähmen… dich aber auch beflügeln…

Da vermisst man natürlich auch eine Menge… Ja? Kaum vorstellbar… ABER wenn man ehrlich zu sich selbst ist.. vermisst man nur eines! Die Liebsten die in deinem Herzen verankert sind und die gerade nicht in deiner Nähe sind.

Hier im Haus mit all den Freiwilligen gab es diese zwei Mädels, die hatten ein Projekt… Zwei Listen… „Vermissen“ und „Dankbarkeit“. Viele haben dieses Projekt weiter geführt… auch ich dachte daran solche Listen zu machen… doch mittlerweile erscheint mir das alles so absurd… Die Liste mit dem „Vermissen“ meine ich.. die werde ich streichen, nicht mehr führen.. Den bei „Vermissen“ stehen vor allem Lebensmittel, Gerichte, Materielles… Das ist alles nicht wichtig! Wichtig sind Gefühle und sowas… Das man Gesund ist z.B., ja gerade das gesund sein schätze ich unglaublich, das vermisse ich unglaublich… denn vor wenigen Tagen wurde ich erst aus dem Krankenhaus entlassen… Ja das zweite Mal.. Amöben Parasiten waren es diesmal.. Ja vermissen tu ich das Gesund sein….

„Dankbarkeit“… Diese Liste eröffne ich euch zum Schluss.. bis dahin möchte ich noch fleißig sammeln. Diese Idee finde ich nämlich richtig schön und ich werde definitiv solch eine Liste schreiben und später mit euch teilen.

Worüber habe ich mich am meisten gefreut?? Wow! Knifflige und sehr schwierige Frage über die ich sehr sehr lange nach grübeln werde, da es sooo unzählig viele Sachen gibt worüber ich mich gefreut habe… das dachte ich zu mindestens..

DENN dieser eine Moment… Der hat sich so tief in mein Herz und in meinen Kopf/ in meine Erinnerung gebrannt, diesen werde ich nie vergessen… über diesen werde ich mein Leben lang Freudentränen in den Augen haben… Und ihr alle habt diesen schon gesehen, diesen habe ich bereits geteilt…

„Te amo Teacher Franci“. Als Angheli diesen Satz auf die Straße malte, an einem der vielen Tage im Los Molinos, da war ich tief berührt. Denn das Lächeln, die Dankbarkeit der Kinder, das ist das was einen prägt und einen später zu einen besseren Menschen macht. Denn „Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt“.

„Hast du die Ruhe zu dir selbst gefunden?“

Kann ich diese Frage splitten? Ich habe nämlich die Ruhe in mir selbst gefunden. Ich kann behaupten ich habe mich schon verändert.. bin ruhiger geworden.. Vielleicht sogar spiritueller, religiöser.. Ich war eigentlich noch nie so wirklich religiös.. Allerdings gehe ich hier sogar in die Kirche..

„Bald, wenn alles gut ist und du eines Tages zurück blicken wirst auf diese Zeitspanne deines Lebens, wirst du unendlich glücklich sein, dass du niemals aufgegeben hast.“

Doch habe ich zu mir selbst gefunden?

Ich denke diese Reise, die Reise zu mir selbst, die dauert noch an.

Wer bin ich? Wer bin ich nicht? Wer möchte ich sein?

NEXT STOP - SALAR UYUNI -

Dienstag, 20.10.2015

  Soooooo

Heute geht also für mich drei Tage in die Weiten des Outbacks von Salar Uyuni.

Angekommen mit dem Nachtbus der mich von La Paz in 12 Stunden nach Uyuni gebracht hat, geht es erst einmal zum Frühstücken. Schließlich habe ich 2 1/2 Stunden Zeit bis meine Tour beginnt.

Erster Stopp: Friedhof der Züge! Amazing!


Nach mehreren Fotos geht es schon weiter bis wir in der Salzwüste angekommen sind.

Hügel aus Salz, weiße Fernen..

ATEMBERAUBEND

Inmitten der weißen Wüste: Lunch und jede Menge Fotos!!

 

Next Stop: Fisch-Insel.. bzw. wie ich sie nenne "Kakteen-Insel"

Riesige Kakteen mit einer Größe von bis zu 12 m, richtig krass.

 

Der nächste Tag..

Heiße Dusche, Frühstück und weiter geht es in die wunderbarsten Landschaften. Noch nie habe ich solch faszinierende Landscapes gesehen, wie hier in Bolivien!

Wir fahren mit dem Jeep.. Vicunas und Llamas begegnen uns stets auf unserem Weg.

Lagunen… Blau.. Grün.. Rot…

Mal haben wir das Gefühl wir wären am Strand… überall Sand.. mal sind wir auf dem Mond… dann wieder auf dem Mars…

Inmitten des Outbacks sind dann wieder Parks mit vielen Steinen. Der eine sieht aus wie ein Baum. Der andere wie aus „König der Löwen“.

Einfach atemberaubend, die ganze Natur.. die Tiere. Man kann das alles gar nicht in Worte fassen oder beschreiben… es sind extrem geile Bilder die sich tief in das Bewusstsein und in die Erinnerung prägen.

Ich kann nur eines sagen: Reisen ist geil!! & Ich liebe es!!

Die Nächte haben wir in einfachen Unterkünften verbracht. Mal in einem Salzhotel.. das wirklich aus Salz bestand.. Wir haben den „Lecktest“ gemacht! Mal in einer anderen Unterkunft, in der ich leider kein Auge zugemacht habe…. Es war einfach viiiel zu kalt!

Am nächsten, leider schon unser letzter Tag.

Wenn die Erde Rauchsäulen spuckt…

…WAHNSINN wie aufregend die Erde doch ist!

 

NEXT STOP - LA PAZ -

Sonntag, 18.10.2015

... Weiter führt unser Weg zum See.

Unser Kleinbus wird verladen. Wir nehmen ein anderes kleines Boot um den See zu überqueren.

Ja allein der Weg nach La Paz ist ein kleines Abenteuer für sich.

 

Alleine in La Paz unterwegs..

..gib mir eine Stadtkarte und ich finde mich prima zurecht ohne Probleme :p

Als erstes tiger ich zum Museum MamiMami. Hier stellt der berühmte Aymara-Indigena Mamamimamami seine Kunst aus. Wunderschöne Bilder, so farbenfroh... Es spiegeln sich sowohl sein Glaube, der Glaube des Volkes als auch andigene Elemente wieder.

Eines hat mich besonders geprägt: Mann und Frau nackt, sich küssend, sehr intim, doch im Intimbereich scheint ein großer bunter Regenbogen auf.

Ich denke, dass dieses Bild so viele Gefühle ausstrahlt, mit all seinen Intimitäten.

 

Weiter gehts für mich zum Hexenmarkt "Mercado de las brujas".

In diesem bekannten Markt gibt es alles was das "Hexenherz" begehrt. Kräuter, Amulette, jegliche Form von Glücksbringern, selbst getrocknete Lamaembryos (sollen ebenfalls Glück bringen).

Ich staune.. und kaufe fleißig Talismane ein.

 

Dann... Cable Car "Teleférico"

Rote Linie... Gelbe Linie... Grüne Linie...

Ich genieße den einzigartigen Anblick auf die gesamte Stadt... im Hellen.. im Dunklen.. mit all seinen Facetten zeigt sich die Stadt von oben.. Man sieht das armen Viertel.. die abgeriegelten Villen der Reichen.. und am Ende das gesamte Panorama der Glitzerberge.

 

 

Morgen gehts nach Uyuni!!! Wuhaaa das I-Tüpfelchen meiner Reise!!

 

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